Geschichte
Katholische Frauen aus Adel und Bürgertum ergriffen Ende des 19. Jahrhunderts Partei für Mädchen und junge Frauen der unterprivilegierten Schichten. Sie erkannten die Situation alleinreisender, arbeitssuchender Mädchen nicht nur als eine persönliche, sondern als gesellschaftlich bedingte Notlage. Sie suchten nach Wegen und Organisationsformen der individuellen Hilfe und Unterstützung, aber auch nach Möglichkeiten der gesellschaftlichen und politischen Einflussnahme.
Der "Marianische Mädchenschutzverein" wurde 1895 gegründet. Er war die erste überregionale katholische Organisation auf dem Gebiet der Frauenfürsorge und darüber hinaus die erste internationale Verbindung katholischer Frauen. 1965 erfolgte eine Namensänderung in "Katholische Mädchensozialarbeit" und 1994 in "IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit".